Flunderharnischwels

(Pseudohemidion Laticeps)

das bachaquarium habe ich speziell für die Flunderharnschwelse gebaut. der boden grund muss aus feinem sand sein, damit sich die welse einbudeln können. einige pflanzen unterstützen den nitratabbau und eine gute wasserqualität.

nachdem einfahren des becken habe ich als erstes 8 panda-panzerwelse eingesetzt diese haben sich sehr schnell eingelebt und zogen gemeinsam durch das becken. drei wochen nach der einrichtung habe ich dann die sandwelse eingesetzt. fünf ausgewachsene und sieben mittelwüchsige tiere.

kaum in bodenkontakt buddelten sie sich auch sofor ein. minuten nach dem einsetzen des letzten welses konnte man nur noch ahnen wo sie sein könnten. beim genauem hingucken erkennt man sehr schnell die schwanzspitze und deren verlängerte schwanzflosse. das sieht aus als ob jeder wels noch ein bis zu 7cm langer faden hinten dran hat. welche funktion dieser erfüllt habe ich bis heute nicht rausgefunden.

sobald das licht abends aus schaltet dauert es nicht lange un die welse kommen zum vorschein. das zweite brustflossenpaar verwenden sie um sich fortzubewegen durch eine art hüpfbewegung heben sie so vom sand ab, und stossen sich vorwärts. während der fütterung kann man diese fortbewegungsart sehr schön beobachten.

je nachdem was ich verfüttere, wird zögernd umhergesucht bis sie das futter, zum beispiel eine planton-futtertablette gefunden haben. anders sieht es jedoch bei der verfütterung von gefrorenen artemien aus. kaum nehmen die welse den geschmack im wasser wahr wird sehr intensiv umher geschwommen und dabei kann es vorkommen das sich ein ausgewachsenes tier in wenigen bruchteilen einer sekunde 360 grad auf dem bauch dreht. dabei wird auch heftig mit dem schwanz der boden aufgewirbelt. ich habe auch schon beobachtet wie ein junger wels geziehlt artemien (gefrohren) die noch sinkend waren erhascht hat!

anfangs habe ich die welse tagsüber gefüttert. dies brachte jedoch nicht allzu viel. die erwachsenen welse blieben im sand liegen und nuckelten etwas mit dem mund, kamen aber nicht zum vorschein. während die jüngeren vereinzelt das futter aufsuchten und auch fanden, sich kurz darauf aber wieder einbuddelten. während die fütterung nach dem abschalten der lampen extremes treiben auslösen kann. mit sehr schwachem mondlicht kann man die welse dann gut beobachten ohne das sie bemerken das ihnen jemand zuschaut. sobald ich mich mit dem gesicht der scheibe nähere wird man mit einer staubwolke belohnt und der wels ist verschwunden. mit etwas glück erkennt man noch die blinzelnden augen.

 

 

Zuchtbericht vom 22.01.2007

temp: 25°, KH 8, PH 8,2

 

 

die männchen übernehmen nach der eiablage das befruchtete eipacket und halten dieses mit dem mund fest. so werden die eier intensiv geschützt und während 14 tagen mit sich rumgetragen. die männchen buddeln sich auch mit eipacket ein!

ich hatte bis jetzt 2 mal eine eiablage entdeckt. das erste mal waren die eier nicht befruchtet, und alle eier verpilzten innert 4 tagen.

das zweite mal wurden die eier wieder nicht vom männchen angenommen. mittlerweile denke ich, dass die panzerwelse oder die apfelschnecken daran schuld haben. da die welse absolute ruhe brauchen. ich habe die eier am tag an dem ich sie entdeckt habe gleich in ein einhängebecken gelegt. ein luftheber versorgte das becken mit sauerstoffreichem frischwasser.

 

tag 1. insgesammt wurden 26 eier angelegt, mit einemdurchmesser von 4mm

tag 6. man erkennt langsam feine blutadern. drei eier sind verpilzt.

tag 7. temp.25,1° ,habe 90% wasserwechsel im hauptbecken gemacht um die keimdichte zu senken! man erkennt dunkle flecken die augen! weitere zwei sind verpilzt. bein herauspicken der verpilzten eier ist ein weiteres aufgeplatzt. ein kleiner jungfisch mit einem riesen dottersack zappelte davon. einige minuten danach war er jedoch tot.

tag 8. temp. 26° ich lasse die temperatur etwas steigen um das ganze etwas zu beschleunigen. ein ei verpilzt. total waren es nun noch 19 eier.

 

tag 9.man erkennt dunkle verfärbungen im ei. keine verpilzungen

 

 

 

 

 

 

 

tag 10. erneut keine verpilzungen. der wasserwechsel hat warscheinlich geholfen

tag 11. wieder wechsle ich 90% im hauptbecken. ein ei ist verpilzt. bleiben noch 16stk.

tag 12. temp. 26°, PH 8,1, kh 8. deutlich ist der kopf zu erkennen. er ist fast 2mm breit, und der jungfisch wendet sich auch gelegentlich. heute mal keine verpilzung.

tag 13. ich entscheide mich dem schlupf etwas nachzuhelfen. beim umsetzen der eier in ein weitere becken schlüpfen bereits die ersten jungen, 3 eier zeigen kein leben. und 3 jungwelse sterben einige stunden nach dem schlupf, diese waren alle deutlich weniger entwickelt wie die geschlüpften.

tag.14 drei weitere welse haben die nacht nicht überstanden.

Tag.15 im gereinigten einhängebecken tummeln sich heute nur 7 von den 26 welsen im becken. bereits nach einem tag nahm der dottersack deutlich ab. ich habe mit etwas artemia versucht zu füttern. einige haben...hatte ich das gefühl nach den kleinkrebsen geschnappt. morgen starte ich einen zweiten versuch, da der dottersack doch noch etwas eigelb aufweist.

 

 

30 minuten alter Pseudohemidion Laticeps 12mm gross :)

 

die ersten schwimmversuche noch in der ersten stunde

 

 

Tag 20. die 7 welse sind auch heute noch 7 an der zahl. putzmunter reagieren sie sofort sobald futter ins einhängebecken geschwemmt wird.

ich habe gestern dunkeln bodengrund ins becken getan damit die jungs sich evtl. eingraben können, was sie jedoch nicht tun. seit tagen erkenne man auch die schnäutzchen der kleinen mit denen sie den boden nach futter absuchen. kaum geschlüpft bekommen sie auch ihre farben die sie regelmässig verändern von tief schwarz bis fast weiss. der schwanz bleibt allerdings immer hell gefärbt bis auf ein paar streifen.

im becken befinden sich nun auch mittelwüchsige posthornschnechen die etwas den boden sauber halten sollen. die futterresten die am nächsten tag im becken liegen, sauge ich mittels dem luftheber ab und bringe diesen dann wieder aussen in position. die welse sind nun schon fast 20mm gross! sobald der dottersack aufgezehrt war hiess es 2-3mal am tag zu füttern.

 

 

 

als futter verwende ich einerseits frisch geschlüpfte artemia. als abwechslung verwende ich zermahlene züchterflocken (artemia/spirulina) und zerkleinertes trockenfutter das ich selber herstelle mit gemüse und garnelen.

 

 

 

Tag 28. die jungen haben ein länge von bereits 25mm, weit langem erkennt man auch die schwanzflossen-verlängerung. ein feiner dünner faden wie ihn die elterntiere tragen. für was dieser nützlich ist habe ich noch nicht herausgefunden. die jungen fressen sehr gierig und und sind sehr lebhaft. seit einigen tagen ist mir ausfegallen wie sich die jungtiere versuchen im dans einzubuddeln, jedoch braucht's da noch etwas mehr kraft um sich ganz einzubuddeln.

ich habe ein weiterer futtermix gemacht. diesmal mit spinat,rote paprika, geschälte artemia eier, garnelen, rote mückenlarven und Super selco (omega 3 fettsäuren) , das ganze gemischt und eingefroren....auch davon wird gierig gefressen!

 

erneute eiablage 7.2.2007 tag 30

die jungen, schwimmen regelmässig der wasseroberfläche entlang...was das wohl soll? einer der jungen türmte nun das zweite mal in hauptbecken. dabei muss er die 1,5cm über den beckenrand hoch gesprungen sein. damit ich ihn erkenne in der grossen sandfläche füttere ich ein tablette. und promt kommt der kleine nebst den grossen angeschwommen. zurück im einhängebecken wachsen sie nun weiter.

heute morgen habe ich erneut eier gesichtet. die panzerwelse und die apfelschnecken habe ich seit 3 tagen rausgefangen und umgesiedelt. und promt entdecke ich einer der männchen mit einem eipacket unterm mund. bei gefahr (wenn ich nahe zur scheibe hin gehe) gräbt er sich sogar mit den eiern im sand ein. das eipacket ist wieder gross, wie gross konnte ich noch nicht genau sehen. nun heisst es warten. heute habe ich versucht einen wasserwechsel zu machen... den versuch mache ich nie wieder. das männchen ist aufgeschreckt und wie ein pfeil durchs becken gezischt...klar lies er die eier liegen und nahm sie auch nicht mehr an. ich habe die eier nun zusammen mit der jungmannschaft. ich erwarte aber nicht viel da von den 28 stk. nur noch einzelne heil sind. drei tage später waren alle verpilzt.

ich füttere also fleissig weiter und warte wieder ab.

 

september 2008

Flubenol überdosis...

nach einem grossen sterben fast aller tiere blieb einzig das weibchen übrig...ich habe 21 tiere verloren wegen einer flubenolüberdosis gegen planarien. ob die tiere wegen dem medikament oder wegen den toten schnecken im bodengrund eingingen ist mit bis heute unklar.

mittlerweile habe ich wieder eine gruppe mit 4 tieren. wie man es sich vorstellen kann besteht diese aus meinem weibchen und drei männchen. anfangs september beobachte ich mit freuden ein männchen welches seine mundwinkel auffällig rausstehen hat. die lang ersehnte vermehrung ist nach mehr als einem jahr wieder im gange. bis jetzt habe ich die keine jungtiere davon gefunden...das nächste gelege wird aber bald kommen...

erneutes warten...