Blattfisch (Monocirrhus polyacanthus)

 

Becken: 80x40x50cm

Technik: Luftbetriebener Klotzfilter

Beleuchtung: 18W 840er Osram

Wasserwerte: kh 3-5 (leitwert160-300ms)

temp. 25-27°C

einrichtung: sandboden, grossblätterigen pflanzen einige bambusstengel

besatz: corydoras adolfoi, lg6

 

Haltung:

Weichwasser

dunkle versteche, viele pflanzen in die sich die tiere zurückziehen können. schwache bis mittlere strömung. die tiere scheinen sehr langsame schwimmmer zu sein was täuschen kann!! als heikel empfinde ich die tiere nicht. doch sollte genug lebend futter in fischform :) vorhanden sein. wie sich die tiere in härterem wasser verhalten kann ich nicht sagen. temp. und leitwertschwankungen nach den wöchentlichen wasserwechsel von 50% machen den tieren nichts aus. so viel zu meinen beobachtungen.

 

 

 

 

 

 

seit nun knapp 1,5 jahren halte ich fünf blattfische. alle sind nachzuchten aus einem zoo in deutschland. ein exemplar ging nach ca. 5 monaten ein, ich denke es lag an einer zu grossen futterpause von mehr wie 6 tagen ! ein weiteres tier verstickte an einem zu grossen futterfisch (auch doof) obwohl die blattfische zu grosse fische in ruhe lassen hat es trotzdem einer gewagt... mit bösen folgen. Ich füttere die tiere vor allem mit guppies die ich selber versuche zu vermehren. es braucht schon eine grosse menge verteilt in 2-3 becken damit man regelmässig genug futterfische bekommt.

 

 

 

interessant wird es wenn schlauere futterfische wie barsche oder barben erkannt haben das bein annähern eines schwimmenden blattes gefahr droht. da reicht es nicht mehr sich einfach treibend auf die fische loszusteuern. nach wenigen tagen haben auch die blattfische gemerkt, dass die taktig geändert werden muss. So beobachte ich wie sich die Blätter hinlegen und abwarten bis ein unachtsamer fisch in die nähe kommt. nur das auge bewegt sich und verfolgt die beute.

 

 

wenn dies nichts hilft lies sich einer der kleinen an den mattenfilter ransaugen um dort sein glück zu versuchen. mit grosser vorsicht halten die futterfische die distanz zu ihrem etwas komisch verhaltenden beckeninsassen.

 

 

unten links wird gelauert

 

 

 

meine zwei verstorbenen habe ich durch zwei ausgewachsenen exemplaren ersetzt. der eine war eher hell und gelb der zweite sehr dunkel gefärbt mit einem goldleuchtenden streifen über der stirn. nach einigen wochen konnte ich beobachten wie eines der grossen tiere parallel unter einem blatt schwebte. beim genaueren hinsehen konnte ich kleine gläserne kügelchen erkennen. man kann davon ausgehen das ein gelege vorhanden ist wenn sich ein blattfisch so nahe an ein blatt schmiegt. ansonsten schwimmen sie meist kopfabwärts oder gerade zwischen blättern und stängeln der pflanzen.

 

 

 

 

 

 

der erste blattfischlaich! nach weiteren 2 wochen haben sie erneut abgelaicht...dies machen sie nun schon seit gut 3 monaten. mittlerweile kristalisiert sich ein zweites weibchen heraus das sein erstes gelege befächelt. dieses weibchen ist erst ca. 10cm gross!

 

 

 

 

 

blattfisch zwei tage nach dem schlüpfen

 

 

 

 

da die ersten eier nach der ersten nacht auf dem sandboden lagen habe ich dem fächelnden tier alle eier weggenommen und setzte diese in ein plexiglasrohr das einseitig mit feiner gase beklebt war. mittels eines ausströmersteines wurde von unten belüftet, so entstand eine regelmässige strömung, die die eier umströmte und diese nicht einfach rumliegen lies.

 

 

 

 

<--- nach gut 4 tagen machen die jungfische die ersten schwimmversuche, liegen doch noch zwei weitere tage auf dem boden umher.

 

---> danach beginne ich mit den ersten artemien zu füttern, anfangs etwas scheu, beginnen sich die kleinen für die kleinkrebse zu interessieren wichtig ist es nun das becken sehr sauber zu halten da die kleinen doch noch ab und zu auf dem boden rumliegen und so verpilzungen zum opfer werden. wichtig bleibt die durchflutung ds beckens...die gase muss immer wieder gereinigt werden da diese sonst verstopft und ein sauerstoffmangel auftreten kann. nach zwei wochen sind die ersten zwei fische aus diesem grund eingegangen.

 

die jungtiere weisen schon sehr schöne farbmuster auf, diese sieht man aber erst wenn man diese anblitzt. ansonsten isnd sie eher graubraun. dieser jungfische ist ca. 2 wochen alt. schon bei deckel abheben und rumhantieren reagieren die kleinen und drehen sich nach oben in der hoffnung nach futter. eifrig wird gefressen. danach verweilen die kleinen im geäst von javamoos oder schwimmpflanzenwurzeln.

leider habe ich es bis heute nicht geschaftft junge grösser wie 3mm zu bekommen da diese immer wieder im einhängebecken in die filtermatte geraten auch bei kleinsten wasserumwälzungen. dieses problem muss noch gelöst werden...

 

 

 

 

3mm grosser Blattfisch